#Angels Landing

 

Zion National Park

Vor fast 30 Jahren waren wir schon einmal im Zion National Park. Damals haben wir nur die „Keksdose“ (Checkerboard Mesa) gesehen. Dieses Mal haben wir dem Zion mehr Aufmerksamkeit gewidmet, auch um darin zu wandern und in die grandiose Felsenlandschaft einzutauchen. Die Saison ist bereits zu Ende, nur wenige Besucher sind noch im Park und auch am Campground finden wir schnell ein schönes Plätzchen.

 

Im Buch „Wir kommen mit“ wird die Besteigung des steil aufragenden Felsens mit dem schönen Namen „Angels Landing“ beschrieben. Der Weg ist steil und anstrengend, nichts für Leute mit Höhenangst. Ich habe im Buch die Stelle markiert und mir beim Lesen vorgenommen, diese Tour auch zu versuchen, wenn wir irgendwann einmal vor Ort sind.

 

Jetzt ist es tatsächlich so weit. Wir stehen hier am Einstieg dieses Trails. Schon jetzt fühle ich mich als Sieger. Schließlich haben wir uns tatsächlich aufgemacht und sind hier. Die ersten zwei Kilometer sind easy. Die Sonne lacht uns an, lässt das Thermometer jedoch im angenehmen Bereich für diese Unternehmung. Als kleine Punkte im Felsen können wir die Wanderer vor uns wahrnehmen und ahnen, was auf uns zukommt.

 

Die Steigung nimmt immer mehr zu. Etwa vierhundertfünfzig Höhenmeter sind zu überwinden. Es wird immer anstrengender. Ich lasse mir von Hans-Jürgen eine Flasche Wasser geben und schicke ihn voraus. Hier muss jeder seinen eigenen Rhythmus gehen. Ich bin langsam, aber gehe immer weiter. Oh Gott ist die Aussicht herrlich und ich bin schon so hoch oben. Ist man mit sich alleine, haben die Gedanken freien Lauf. Wie weit bin ich erschöpft? Wird meine Kraft und Energie ausreichen, um ganz nach oben zu kommen?

 

Unterhalb des Gipfels befindet sich ein Felsplateau. Jetzt sind es noch achthundert Meter bis zum Gipfel. Ab hier heißt es klettern über einen steilen exponierten Grad. Zu beiden Seiten fallen die Felswände fast senkrecht über vierhundert Meter tief ab. Der Weg ist mit Ketten zum Festhalten abgesichert. Zeit zum Nachdenken nehme ich mir nicht. Hans-Jürgen ist bestimmt schon auf dem Gipfel. Sicher wird er dort verweilen, in der Hoffnung, dass ich noch nachkomme. Wie unromantisch wäre es, wenn er mir hier im Final Countdown bereits wieder entgegen kommen würde. Weiter, immer weiter, jeder Meter macht mich stolz und ich freue mich, von Schwäche keine Spur. Das muss es sein, das letzte Stück, denke ich und schaue nach oben in die Augen „meines Angels“. Ich hab’s geschafft.

1/20

Zion NP, Angels Landing

 

Enge Zick-zack-Wege an einer Felswand,

Schlussanstieg über steilen exponierten Grad

Länge 3,5 km (one way)

Auf-/Abstieg je 453 m

Höchster Punkt 1763 m

 

Roman „Wir kommen mit“ von Catherine Ryan Hyde

05. November 2016

#Die Narrows

Zion National Park

Im Zion NP hat der Virgin River eine tiefe Schlucht gegraben. Wer sich in diese weglose Schlucht hineinwagt, erreicht nach 1 bis 2 Stunden Waten (je nach Wassertiefe) die eigentlichen Narrows, hohe Felswände, die nur wenige Meter voneinander getrennt sind.

 

Wir waten im sehr kalten Wasser zwischen steil aufragenden Felswänden in die Schlucht hinein. Bis zu den Narrows schaffen wir es aufgrund der Wassertemperatur in dieser Jahreszeit jedoch nicht. Wir hatten Spaß und vor allem nasse Schuhe und Klamotten.

06. November 2016

#  THE  WAVE

Vermilion Cliffs National Monument,

Coyote Buttes North, Utah

Die Klassikroute im Indianerland der roten Felsformationen führt üblicherweise nach dem Zion National Park in den weltbekannten Bryce-Canyon. Wir haben jedoch gehört, dass es in der Region um Kanab (Utah) eine Sehenswürdigkeit von außergewöhnlicher Schönheit gibt und machen deshalb einen Abstecher dorthin.

 

THE WAVE:  Wer dieses Kunstwerk der Natur erkunden will, braucht Zeit und Geduld. So jedenfalls steht es in unserem Reiseführer. Auf eine Verlosung von täglich nur zwanzig Permits wird hingewiesen. Zehn davon werden vorweg über das Internet vergeben. Weitere zehn Personen erhalten diese begehrten Begehungsscheine nach einer Lotterie im Visitor Center. Dieses Procedere findet täglich um neun Uhr statt und die Chancen einen Berechtigungsschein zu gewinnen, sind äußerst gering. Bereits um acht Uhr finden wir uns im Foyer des Visitor Centers ein und lesen die Teilnahmebedingungen. Jeder Bewerber füllt einen Antrag aus, kann bis zu sechs Personen anmelden und bekommt eine Losnummer. Im ungünstigsten Fall bedeutet dies, dass nur zwei Losnummern aufgerufen werden. Das erste Los mit sechs Personen und das zweite Los mit vier Personen oder fünf Lose mit je zwei Teilnehmern.

 

Unser Los hat die Nummer 16 und gilt für uns beide. Pünktlich um neun Uhr wird die Tür zum Nebenraum geschlossen. Rien ne va plus. Nichts geht mehr. Über fünfzig Personen haben sich eingefunden. Jeder mit bis zu sechs Personen auf seinem Antrag. Wir sehen unsere Chancen schwinden. Der Parkranger erklärt allen Anwesenden, dass es sich bei dem Trail um eine anstrengende Wegstrecke durch Sand und über Slickrocks ohne jeglichen Schatten handelt. Markierungen existieren nicht, die Navigation muss von allen Teilnehmern selbst übernommen werden und erfolgt lediglich mit kleinen Geländefotos auf einer Wanderskizze. Telefonempfang ist in dem fünfzig Kilometer entfernten Gebiet nicht vorhanden. Jeder Teilnehmer ist auf sich alleine gestellt. Der Ranger fordert alle Anwesenden auf, jetzt zu entscheiden, ob sie sich diese Unternehmung zutrauen. Keiner macht jedoch einen Rückzieher.

 

Die Lostrommel dreht sich und dreht sich. Acht Plätze sind schnell vergeben. Letzte Chance, nächstes Los, es trägt die Nummer 16. Wir sind dabei.

 

Vollkommen verblüfft und voller Vorfreude nehmen wir unser Permit sowie die Wegbeschreibung entgegen. Noch am gleichen Tag fahren wir in die Nähe des Trails, um am nächsten Morgen möglichst früh starten zu können.

 

Tatsächlich ist die Wanderung anstrengend. Die „Bilder-Schnitzeljagd“ im unwegsamen Gelände fordert uns heraus. Nach etwa sieben Meilen erreichen wir unser Ziel.

 

Ja, und dann stehst du da und kannst nicht glauben, was du mit eigenen Augen siehst: THE WAVE.

10. November 2016

 

#amazing

Kanab, Utah

Im Visitor Center von Kanab erzählt man uns von einem Slot-Canyon namens Peek-A-Boo. Gigantisch soll er sein. Ähnlich dem Antilope Canyon in Arizona. Allerdings ist das Gebiet in dem er sich befindet vollkommen unerschlossen. Nur mit hochbeinigen 4x4-Fahrzeugen ist es möglich, den Weg durch Sand und Gravel zu bewältigen.

Unsere Neugierde ist geweckt. Bereits auf den ersten Metern abseits der Hauptstraße wird klar, womit wir zu rechnen haben.

Eine enge Fahrspur zieht sich durch ultrafeinen Sand. Otto meistert die hier gestellten Anforderungen souverän. Genüsslich lässt er sich von den eng stehenden Bäumen die Seiten kratzen.

Dass diese Tour keine Kaffefahrt ist, erfährt Steve, ein SUV-Fahrer, dessen Jeep hoffnungslos im feinen, tiefen Sand steckt. Nach langem, verzweifelten Schaufeln ist ihm klar geworden, dass hier ohne schweres Gerät kein Freikommen möglich ist. Er will sich gerade zu Fuss aufmachen, um im 15 Meilen entfernten Kanab Hilfe zu holen, als wir plötzlich auftauchen. Hans-Jürgen und Otto schauen sich die Sache kurz an, packen das notwendige Equipment aus und die Bergeaktion nimmt ihren Lauf. Voll easy, manchmal ist es ganz einfach, jemanden glücklich zu machen ....

... tatsächlich entspricht auch der Peek-A-Boo den Beschreibungen der Mitarbeiter im Visitor Center. Da wir vorher noch nie in einem Slot- Canyon waren, staunen wir nicht schlecht.

 

Anders als bei einer Höhle ist hier die Decke zum Himmel offen. Licht fällt durch den Spalt, der teilweise sehr eng beieinander stehenden Felswände. Das ausgewaschene Gestein ähnelt Pinselstrichen, wirkt weich und sinnlich. Auch bei diesem Kunstwerk der Natur haben  Wasser und Millionen Jahre für die Entstehung gesorgt.

08. November 2016

 

#Traveller meeting

                 Coral Pink Sand Dunes State Park

                                                         Kanab, Utah

Nach unserem spannenden Abenteuer zum

Peek-A-Boo ziehen wir uns auf den Campingplatz in diesem Statepark zurück. Auch Elke und Stefan vom "Team Tauchmaus" treffen wir hier wieder. Die beiden sind mit ihrem Unimog SUMO in den letzten Monaten eine ähnliche Strecke wie wir gefahren. Stefan ist ein ambitionierter Offroad-Profi und lässt keine Dirtroad aus. Alles nachzulesen im Blog auf der Internetseite der Beiden. Lange sitzen wir am Lagerfeuer und erzählen von unseren Erlebnissen.

07. und 08. November 2016

#Mystisches Konzert

Bryce Canyon, Utah

... die Szenerie wirkt galaktisch und doch sind wir immer noch auf unserer aller schönen Welt unterwegs. Die Naturphänomene, die sich in dieser Region aneinander reihen, sind nahezu nicht mit Worten zu beschreiben. Geologen erklären sachlich, wie diese unterschiedlichen Gebilde durch Wassererosion entstanden sind. Aus einer Überlieferung der Paiute-Indianer geht jedoch hervor, dass ein verärgerter Koyote hier eine Gruppe von Legend People in Steine verwandelt hat.

 

Blickt man vom Kraterrand aus in das sogenannte Amphitheater, mag man den Erläuterungen der Geologen noch glauben schenken. Wandert man jedoch in den Canyon hinunter, werden die Felsformationen dreidimensional. Nichts scheint mehr real, wenn der Wind die versteinerten Gestalten singen lässt ...  

12. November 2016

#MOMA  utah  

 Grand Staircase-Escalante National Monument

Das Grand Staircase-Escalante National Monument unterscheidet sich wesentlich von anderen, zivilisationsnäheren Nationalparks. Es ist eine wahre Spielwiese der Natur . Die Gravelroad "Hole in the Rock" führt tief in das recht unerschlossene Gebiet. Offroad-Pisten zweigen von dieser ab zu Slot-Canyons und Hoodoos.

Wir verbringen hier einige Tage, übernachten wild, aber mit Permit, im Devils Garden. Die Nächte hier sind anders, viel klarer, und der Himmel präsendiert ein Feuerwerk der Sterne. Die wunderschönen Formen der Natur inspirieren uns zu dieser Schwarz/Weiss-Serie.

13. bis 16. November 2016

 

# H O O D O O S

turmartige Gebilde aus Sedimentgesteinen,  die durch Erosion geformt wurden

 Devils

Garden 

Grand Starcase-Escalante National Monument

In diesem Gebiet, an der "Hole in the Rock Road" haben wir zweimal übernachtet.

 

Morgens und abends sind wir durch die bizarren Hoodoos geschlendert und haben immer wieder neue Perspektiven entdeckt.

 

Nachts und bei Vollmond wirkt dieser Teufelsgarten besonders magisch.

#kobolde & turtles

goblin

valley

 

Goblin Valley

State Park

Die trolligen Gestalten in diesem State Park gefallen uns besonders gut. Mit etwas Phantasie erinnern sie an Turtles und auch an Kobolde.

 

In jede Figur lässt sich ein Wesen hinein interpretieren.

Hier eine schnatternde Gans, dort ein Riesenbaby, daneben ein alter Mann mit Stock, dahinter ein Rockstar auf der Bühne vor einer Vielzahl von Schafen.

15. November 2016

#All-American Road: Highway 12

THE DRIVE: 124 miles, 4+ hours

Breathtaking engineering of the „Hogsback“ complements exciting sandstone hikes and diverse geography between 4,000 and 9,000 feet on one of America’s most beautiful drives.

 

GETTING THERE

Head east at the byway’s southwest junctions with U.S. 89, toward Bryce Canyon, or south from the northeast junction with S.R. 24 between Torrey and Capitol Reef National Park.

 

WHAT YOU’LL SEE

  • Slickrock canyons, towering plateaus, unique red rock

  • Grand Staircase-Escalante National Monument

  • Contrasting juniper, pine and aspen of Dixie National Forest

  • Deep Ancestral Puebloan heritage and welcoming pioneer towns

 

STOPPING POINTS

  • Red Canyon and Bryce Canyon National Park

  • Kodachrome Basin and Escalante Petrified Forest state parks

  • Calf Creek Falls hike, Kiva Koffeehouse, Escalante Outfitters

  • Boulder Mountain, Hell’s Backbone Grill, Burr Trail

#Opernkarten

Arches National Park

„Der frühe Vogel kann mich mal!“ So fängt dieser Morgen an. Die letzten zwei Tage haben wir in Moab am Campground verbracht. Bei gutem WLAN sind die Nächte kurz. Bis in die frühen Morgenstunden sitzen wir dann am Computer. Dementsprechend spät beginnen wir den heutigen Tag und müssen uns beeilen, denn wir haben Opernkarten für die „Freilichtbühne“ am Delicate Arch.

 

Der Beginn dieser Veranstaltung richtet sich nach dem Sonnenuntergang. Um diese Jahreszeit (November) sind die Tage kurz, spätestens um 16 Uhr müssen wir am Berg sein und unsere Plätze einnehmen.

 

Damit wir keine Zeit verlieren, verlegen wir unser Frühstück auf später. Erst wollen wir in den nahen Nationalpark fahren. Tatsächlich finden wir am Balanced Rock eine geeignete Stelle für unser heutiges Brunch. Der Kaffee schmeckt bei dieser Aussicht herrlich und auch die Spiegeleier gelingen an diesem Tag besonders schön. Wie dekadent!

Schnell noch umziehen und los geht’s. Beim Outfit gibt es keine Vorschrift der Etikette, nur warm sollte es sein. Wenn die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, sinkt die Temperatur schnell unter null Grad.

 

Zum Amphitheater führt ein fünf Kilometer langer Wandertrail über Slickrocks und später durch ein imposantes Felsenlabyrinth. Die Spannung steigt mit jedem Meter.

 

Als wir unser Ziel erreichen, ist der Hauptdarsteller bereits auf der Bühne. Letzte Besucher nehmen ihre Plätze ein. Es gibt einige Besonderheiten bei der Inszenierung hier in luftiger Höhe: Die Sonne ist verantwortlich für die Choreographie und auch das Orchester wird sie dirigieren. Ebenso ungewöhnlich ist es, dass die Zuschauer gemeinsam die Aufgabe des Chores übernehmen.

Die Musik setzt ein. Der monumentale Felsbogen beginnt im Licht zu tanzen und das Publikum singt aus vollem Herzen dazu. Vollkommen gefangen und begeistert träumt hier jeder den Augenblick. Was für eine grandiose Vorstellung.

Es sei angemerkt, dass diese Operninszenierung vollends meiner Phantasie entsprungen ist. Seit ich die technische Möglichkeit der musikalischen Untermalung bei Videos entdeckt habe, ticke ich anders. Danke für euer Verständnis.

 

Zum Sunset am Delicate Arch braucht man natürlich keine Eintrittskarten. Der Besuch steht jedem frei. Tatsächlich ist es am schönen Viewpoint außergewöhnlich still. Diese Ruhe wird nur durch das Klicken der vielen Kameras unterbrochen und verstummt erst bei vollkommener Dunkelheit.

Musik: "Chorus of the Hebrew Slaves"

aus der Oper Nabucco von Guiseppe Verdi

 

19. November 2016

#hiking

Nach der Vorstellung am Delicate Arch ziehen wir mit unserer "Mobilie" auf dem kleinen Campingplatz im National Park ein. Am nächsten Morgen wandern wir zu anderen beeindruckenden Arches:

Landscape Arch

Partition Arch

Navajo Arch

Double O Arch

Weitere Steinbögen besuchen wir am dritten Tag unseres Aufenthaltes:

North Window

South Window

Double Arch

Turret Arch

20./21. November 2016

 

#Wilder Westen

Diesem monumentalen Panorama gelingt es in Sekundenschnelle mein Kopfkino in Gang zu setzen. Verblüffend deutlich sehe ich wie John Wayne auf seinem Gaul reitend durch die Ebene zwischen „linkem und rechtem Handschuh“ auf mich zukommt. Lässig hält er die Zügel in einer Hand und stoppt sein Pferd. John lächelt mich etwas schief und verschmitzt an, gleichzeitig lupft er seinen braunen Cowboyhut. Er grüßt mich mit den Worten „Schönen Tag noch, Mam!“ Schüchtern erwidere ich seinen Gruß durch möglichst damenhaftes Winken. Wir schauen uns kurz in die Augen bevor er mit den silbernen Sporen an seinen Cowboystiefeln sachte die Flanken seines Hengstes drückt und davon trabt.

 

So schnell wie er auftauchte ist er auch wieder verschwunden. Alleine stehe ich im Sand dieser bizarren Umgebung und lasse das eben Erlebte revue passieren. Mam!? Hat er mich tatsächlich Mam genannt? Aus der Traum. Dieses Wort katapultiert mich sofort in die Wirklichkeit zurück und das ist gut so.

 

Tatsächlich hat das Monument Valley nicht viel mehr zu bieten als dieses unverkennbare Panorama. Echtes Westernfealing allerdings erleben wir im nahen Valley of  the Gods.

1/5

Monument Valley

www.navajonationparks.org

24./25. November 2016

#Winnetou

Valley of the Gods, Utah

Dieses Valley diente schon desöfteren als Filmkulisse, u.a. für den Film "Forrest Gump"

26./27. November 2016

Lediglich 25 Meilen ist das Valley of the Gods vom weltbekannten Monument Valley entfernt. Nur eine Gravelroad zieht sich hier durch diese Kulisse. Wir sind hier vollkommen alleine unterwegs, halten an wo es uns gefällt, machen Fotos und drehen dieses kleine Video. Die Westernromantik kann sich vollends entfalten. Als am Abend die untergehende Sonne die umliegenden Felsen in rotes Licht taucht und Hans-Jürgen das obligatorische Lagerfeuer zelebriert, schaltet mein Kopfkino wieder ein. Ich mach’s jetzt mal kurz: Diesmal erkenne ich einen Indianer auf seinem stolzen schwarzen Roß. Beim genauen Betrachten fällt mir auf, dass er einen Bart trägt und Hans-Jürgen zum Verwechseln ähnlich sieht. Der Film endet und alles ist gut. Verschwunden ist der Indianer, aber der Mann mit dem Bart sitzt immer noch neben mir.

Am nächsten Morgen nehmen wir noch den berüchtigten Mogi Dugway unter die Hufe, ääh ... Räder. Von der Hochfläche der Cedar Mesa aus können wir das ganze Valley überblicken.

#gänsehälse

Bevor wir endgültig „weiterreiten“ machen wir noch einen Abstecher in den Gooseneck State Park. Hier hat der San Juan River eine mächtige Fließrinne gegraben. Der Fluß windet sich auf einer Länge von 8 km vor und zurück und legt dabei gerade einmal eine Luftlinie von 1,6 km zurück. Aus der Vogelperspektive sehen die Gebilde aus wie Gänsehälse.

28. November 2016

#Popcorn

Unsere Fahrt führt über Page am Lake Powell. Hier in der Nähe vollzieht der Colorado River im Grand Canyon eine markante kreisförmige Schleife von über 300°. Wir steuern den Parkplatz des 1,5 km entfernten Viewpoints an. Es herrscht Unruhe wie in einer Popcorn-Maschine. Irgendwie macht sich in mir das Gefühl breit, ich hab‘ diese Leute alle schon einmal gesehen. Ich glaub‘ das war am Lake Louise.

Horseshoe Bend, Arizona

www.horseshoebend.com

29. November 2016

 

#Valley of Fire

Letzte Station vor unserer Heimreise ist im Valley of Fire, nur 50 Meilen vor Las Vegas. Wieder eine Wunderwelt aus Stein. Die Farben rot und orange versuchen sich hier gegenseitig zu überbieten. Wir sind drei Tage hier, wandern zur FireWave und farbenprächtigen Sandsteinformationen.

Jeden Abend sitzen wir am Lagerfeuer, betrachten den Sternenhimmel und können uns nicht wirklich vorstellen, in wenigen Tagen wieder zu Hause zu sein.

29. November 2016

#Zweigstelle Heimat

Jedes Fahrzeug ist in erster Linie ein Gebrauchsgegenstand, ein Fortbewegungsmittel um von A nach B zu kommen. Ein Wohnmobil allerdings ist für seine Besitzer wesentlich mehr.

Es vermittelt das herrliche Gefühl, jederzeit los fahren zu können, den Alltag hinter sich zu lassen und Halt zu machen, wo es einem gefällt. Mit der Anschaffung einer „Mobilie“ macht man auf jeden Fall einen großen Schritt in Richtung Freiheit. Immer werden wir uns an den Tag erinnern, an dem wir unseren „OTTO“ abgeholt haben. Von Anfang an war er der Vierte im Bunde und die große Reise noch weit entfernt. Mittlerweile ist es uns gelungen, aus ihm unsere Zweigstelle Heimat zu machen. Alles in kleinerer Ausführung, aber doch vorhanden und, wie zuhause, extrem gemütlich. Nie fühlten wir uns beengt, hatten es immer warm und trocken, und genießen unsere Ferienwohnung auf Rädern.

 

Insgesamt sind auf dem ersten Abschnitt unserer Tour in 23 Wochen etwa 30.000 Kilometer gefahren, davon mindestens 4.000 Kilometer „gravel road“. OTTO hat einen guten Job gemacht. Jeden Morgen ist er ohne zu Zögern angesprungen und war sofort bereit für die nächste Etappe. Es gab keine größeren Pannen oder Defekte. Im Gegenzug haben wir ihn auch gehegt und gepflegt. Ab und an ist Hans-Jürgen in sein Mechaniker-Outfit geschlüpft, hat sämtliche Ölstände, Schrauben und Dichtungsringe kontrolliert. In Dawson City mußte er den Kotflügel rechts hinten neu befestigen, dessen Aufhängungen sich auf der Piste nach Inuvik verabschiedet hatten. Auch die Reifen zeigen noch keine großen Verschleißerscheinungen. Bei Las Vegas haben wir in einer LKW-Werkstatt die Vorderreifen präventiv auf der Felge drehen lassen, um einen gleichmäßigen Abrieb zu erzeugen. Die jetzige Weihnachtspause hat sich OTTO wahrlich verdient. Salü, Otto, servus, Grüße aus der Heimat nach Las Vegas.

#Heimaturlaub

Forever in Blue Jeans ...

Mit diesem Video haben wir den ersten Teil unserer Tour durch Kanada, Alaska und den Westen der USA noch einmal in Bildern zusammengestellt.

... ooh wie ist es herrlich, eine Heimat zu haben. Alles ist wie immer und sofort wieder vertraut.

Bei unserer Ankunft zu Hause wurden wir von unserer Familie und einigen Freunden überrascht. Der Tisch war mit allerei Köstlichkeiten gedeckt. Viele Wurst- und Käsesorten, auf die wir in den letzten Monaten verzichten mussten, konnten wir bereits an unserem ersten Abend genießen.

 

Es fühlte sich gut an, alle in den Arm zu nehmen und in die feuchten Augen zu schauen. Besonders das Wiedersehen mit den Jungs, Leo sowie unseren Neffen Hannes und Felix, war sehr bewegend. Sie sind alle drei zwischen achtzehn und einundzwanzig, verändern sich andauernd und werden erwachsen. Bei ihrem bewegten Leben ist ein halbes Jahr richtig lang. Besonders mir pocht das Herz, ich drück' sie lange und kann sie fast nicht mehr los lassen. Ihre Energie und Lebensfreude ist umwerfend und ansteckend.

Die Welt zu erfahren ist ein Riesenerlebnis und ein großes Glück.  Eine liebe Familie, Freunde und ein Zuhause zu haben, ist ein Geschenk und Lebenselixier.

 

#  I-94 Game over !?

Angeblich gilt das neue Einreiseverbot von Donald Trump nur für Personen aus

islamischen Staaten, aber auch wir müssen fürchten, die Einreise verweigert zu bekommen.

 

Schuld daran ist ein kleiner weißer Zettel in unserem Pass, das Formular I-94.

 

Dieses wurde uns am 2. August 2016 am Grenzübergang Poker Creek zwischen Yukon und Alaska in den Reisepass getackert. Auf der Vorderseite dieses Dokuments ist vermerkt, dass wir mit unserem Visum bis zum 1.Februar 2017 in den USA verweilen dürfen. Auf der Rückseite ist im „Kleingedruckten“ zu lesen, dass wir dieses Dokument bei der Ausreise aus den USA abgeben müssen.

 

Genauso hatten wir das auch vor. Doch leider wollte diesen Zettel bei unserer Heimreise keiner haben. 

Kurz vor unserer Abreise, also der erneuten Einreise in die USA, rückt dieses Teil wieder unangenehm in den Mittelpunkt unserer Gedanken. Internet-Recherchen ergeben, dass dieses Dokument bei der Ausreise unbedingt abgegeben werden muss. Ansonsten sei mit größten Schwierigkeiten zu rechnen. Ein Reisefreund ist sich sogar sicher, dass es äußerst unwahrscheinlich ist, wieder in die USA einreisen zu dürfen. Vielmehr sollten wir damit rechnen, mit der gleichen Maschine zurück nach Deutschland fliegen zu müssen. Game over!?

 

Weitere Internet-Recherchen machen unser Problem nicht kleiner. In einem Schreiben des ADAC finde ich den Hinweis, dass wir ohne unser Fahrzeug die USA gar nicht hätten verlassen dürfen. Andere Traveller machen uns darauf aufmerksam, dass zwischen Aus- und Wiedereinreise mindestens 6 Monate liegen müssen.

 

Schluß. Aus. Jetzt reicht’s. Immerhin beruhigen uns andere, sehr erfahrene Reisende. Wir sollten uns doch darüber keinen Kopf machen. Aufgrund der elektronischen Erfassung in den USA seien unsere Bewegungen, also die Daten der Aus- und Einreise, längst verzeichnet.

 

Wir schütteln uns, reflektieren das Problem. Was sollte uns vorgeworfen werden? Wir haben alle notwendigen Dokumente für uns und unser Fahrzeug und können diese jederzeit vorlegen. Warum sollten wir nicht einreisen dürfen? Trotzdem bleibt ein mulmiges Gefühl, das wir jedoch immer mehr ignorieren. Beim Landeanflug auf Las Vegas funktioniert diese Taktik dann leider nicht mehr. Ich höre Stimmen: Game over!  Ihr müsst zurück! I-94! Go away! Hans-Jürgen ist genervt von meinem „Rumgezappele“.

 

Acht Grenzbeamte kontrollieren die Passagiere der Maschine aus Deutschland. Ich mustere die Gesichter, um einen möglichst sympathischen Beamten ausfindig zu machen. Dieses Vorhaben scheitert kläglich, da vor Ort eine wahllose Einreihung in die Warteschlange vorgenommen wird.  Wir kommen in Reihe 4. Unser Officer hat mit Abstand den grimmigsten Blick von allen. Bingo!

 

Hans-Jürgen wirkt völlig tiefenentspannt und zwinkert mir zu. Auch ich versuche diese coole innerliche Haltung einzunehmen. Dummerweise vergesse ich dabei zu atmen und mein Vorhaben scheitert. Ich bin blass und mir ist schlecht. Spätestens jetzt, glaube ich, weiß jeder der hier anwesenden Personen, dass ich „Dreck (sprich: I-94) am Stecken“ habe. Endlich sind wir an der Reihe.

 

Die Prozedur dauert circa drei Minuten. Der Officer blättert in den Pässen, nimmt I-94 zwischen Daumen und Zeigefinger, scannt parallel dazu unsere Fingerabdrücke, bringt einen Einreisestempel mit einer 6monatigen Aufenthaltserlaubnis bis August 2017 an und wünscht uns einen guten Trip? Wir sind drin, alles klar, kein Problem.

 

Aus dieser Geschichte haben wir viel gelernt … über Menschen, Meinungen, das Internet und über uns. Gut so, schließlich liegen auf unserem geplanten Weg nach Feuerland noch viele Grenzübergänge vor uns. 

 

Übrigens: I-94 ist immer noch in unseren Pässen. Trotz erneuter Nachfrage wollte diese Dinger einfach keiner zurück haben. Wir bleiben dran!

 

Es ist Sonntag, gegen 22:00 Uhr. Erleichtert fahren wir mit dem Taxi zum Campingplatz, wo auch unser Fahrzeug im Storage steht. Noch am gleichen Abend erhalten wir OTTO unversehrt zurück. Alles richtig gemacht!

Las Vegas,  05. Februar 2017

#Le Rêve. The Dream.

1/2

Zum dritten Mal sind wir nun schon in Vegas und haben immer noch keine Show gesehen. „Hans-Jürgen, mach‘ mal ...!“

 

Es ist schon irgendwie beängstigend, was man mit einem Handy so alles machen kann. Flüge buchen, Ausflüge reservieren, Geld überweisen, Infos einholen und Recherchieren, Fotographieren, Filmen … und irgendwie steckt da ja auch die ganze Familie und alle Freunde drin. Kein Wunder, dass man jedesmal einem Nervenzusammenbruch nahe kommt, wenn man es verlegt hat und nicht gleich wieder findet.

 

Heute hat uns HJ mit eben diesem Wunderteil ein Abendessen im Wynn Hotel mit anschließender Show gebucht, Le Rêve, The Dream.

 

Rechtzeitig holt uns das Taxi am Campingplatz direkt vor unserer Mobilie ab. Ja, so läuft das in Amerika. Service wird groß geschrieben. Wenig später steigen wir im feudalen Eingangsbereich des Luxushotels aus und tauchen ein in die Glitzerwelt von Las Vegas. Die Dekorationen und Arrangements sind üppig mit einer Prise Kitsch. Trotzdem angenehm erträglich. Wir genießen ein tolles Abendessen bevor die Show beginnt. 

 

Beim Betreten des Theaterbereiches wird wieder die Gigantomanie deutlich. Gedämpftes Licht und meditative  Musik stimmen die Besucher ein. Die Show beginnt und wir erleben ein Feuerwerk aus Effekten und spektakulären, akrobatischen Darbietungen.

Der Zuschauer wird in eine Traumwelt entführt. Die Handlung des Stückes tritt in den Hintergrund, wenn die Artisten schwerelos zwischen Himmel und Erde schweben. Sekunden später fallen ihre Körper aus enormer Höhe in die Tiefe und tauchen in ein Wasserbecken ein, das in diesem Moment den Mittelpunkt der Bühne bildet. Wahnsinn! Wie kleine Kinder bei ihrem ersten Zirkusbesuch halten auch wir kurz den Atem an und schnappen nach Luft, wenn ein Stunt den anderen jagt. Die Elemente Feuer und Wasser scheinen in unvorstellbarer Weise zu verschmelzen. Es ist wunderbar, dies zu erleben.

 

Plötzlich ist das Spektakel zu Ende. Wie all' diese Effekte, hat sich auch das Zeitgefühl in Luft aufgelöst. Es bleibt die Frage: "Was war denn das?" Die simple Antwort lautet:

THE  DREAM.

Las Vegas, Wynn Theater, 06. Februar 2017

#Route 66 … Easy Rider ...

… die Main Street Amerikas,  „Mother Of The Roads“ wird sie genannt. Motorradfahrer in aller Welt träumen von dieser 3.945 km langen Straße, die Chicago im Osten mit Los Angeles im Westen verbindet. Auf unserer Route zum Grand Canyon fahren wir ein Teilstück dieser geschichtsträchtigen Strecke.

 

Auf der herrlichen Serpentinenstrecke von Kingman nach Oatman werden wir zu Easy Ridern, aus OTTO wird in unserer Phantasie ein cooles Dirt Bike, die passende Musik 

verstärkt das Gefühl des Dahin-Cruisens. 

 

Oatman ist sehenswert. Eine alte Westernstadt. Vor dem dortigen Hotel parken 

chromblitzende Harleys. 

Oatman, 08. Februar 2017

#Grand Canyon

Die Fahrt geht über eine flache Hochebene. Landschaftlich eintönig dehnt sich die unendliche Weite in alle Richtungen aus, bis man die Kante dieses Naturwunders erreicht. Ein gewaltiges Gebirge tut sich in der Tiefe auf. Hier am Grand Canyon erlaubt die Erde einen Einblick in ihre dicke Schale. Jetzt im Februar liegt hier am South Rim noch Schnee. Mit nur wenigen Touristen teilen wir uns die bekannten Aussichtspunkte. Die Sonne scheint und macht schon angenehm warm. Wir unternehmen eine ausgedehnte Wanderung entlang des Rim Trails. Zweifellos gehört der Grand Canyon zu den "Must-See-Places“ in Amerika.

10. Februar 2017

 

# Über kurze Begegnungen und Kleinigkeiten

#Joy

Auf einem kleinen Campingground im Oak-Creek-Canyon treffen wir drei junge Leute. Es ist nur eine kurze Begegnung, die mir dennoch immer in Erinnerung bleiben wird.

Sie erklären uns, dass sie aus Arkansas kommen und auf dem Weg zum Zion Nationalpark sind. Auch wir müssen kurz unsere Geschichte erzählen. Da ihre Route durch Kanab führt, empfehlen wir Ihnen die Wanderung zur „Wave“. Da Keiner der Drei je von diesem Naturwunder gehört hat, zeige ich ihnen am Handy unser kurzes Video.

 

Das Mädchen mit den langen Rastazöpfen ist tief berührt. Dicke Tränen laufen über ihr Gesicht. Ihr fehlen kurz die Worte, dann greift sie in ihre Jackentasche und will mir einen großen Bergkristall schenken. Der ist aus ihrer Heimat und sie hat ihn selbst aus der Erde gegraben, berichtet sie mir. Ich bin überrascht und zögere. Kann ich ihn annehmen? Sie bemerkt wohl meine Bedenken und sagt: „You bring me so much joy, I will give you something back.“ Danke. 

#Wieder flüssig

Leo wollte von seiner Amerika-Reise für seinen Freund David eine besondere Flasche Gin mit zurück nach Deutschland bringen. Lange hat er gesucht und sich ausführlich beraten lassen, um eine wirkliche Besonderheit ausfindig zu machen. Letztendlich wurde es der STUMP Coastal Forest, der Fermentorium Distillery in Victoria auf Vancouver Island.

 

Drei Wochen später packte Leo wieder seinen Koffer. Neben der großen Leere, die Leo bei uns hinterließ, blieb versehentlich auch der besagte Gin zurück.

 

Kurz vor unserem Heimaturlaub bat uns Leo ausdrücklich, auch das „flüssige Geschenk“ für David mitzubringen. Aus unerklärlichen Gründen hat dieser Gin jedoch nie den Weg nach Deutschland gefunden, denn auch unsere Rucksäcke sind ohne den Gin in Deutschland angekommen. Böse Zungen behaupten jetzt, HJ hat ihn absichtlich vergessen.

 

Für dich, lieber David, bleibt damit nur dieses UNBOXING.  Auf dich. Cheers.

><
1/2

#ARCOSANTI –

Landei meets Kunst

Leo’s Abitur hat auch in meiner Allgemeinbildung Spuren hinterlassen. Im Reiseführer entdecke ich einen Hinweis auf ARCOSANTI.

 

Diese Vision vom kollektiven Wohnstil der Zukunft wurde 1970 von dem Architekten Paolo Soleri in der Halbwüste von Arizona geplant und gebaut. Über Soleri hat Leo in der 12. Klasse ein Referat gehalten. Es ist leicht zu erraten, wer bei seinen Proben zu Hause im Publikum saß.

 

Eine Schotterpiste führt zu der Wohnanlage. Die heutige Realität dieses Komplexes entspricht kaum dem Anspruch vom kollektiven, ökologischen Wohnen der Zukunft. Die Anlage wirkt ungepflegt.  Aber der Idealismus der Bewohner hat unter den Problemen des Alltags nicht gelitten. Genauso steht es auch im Reiseführer.

12. Februar 2017

# Endlich Sommer

endlich

SOMMER

Die Kompassnadel zeigt nach Süden. Über Flagstaff, Phoenix und Sedona fahren wir Richtung mexikanischer Grenze. Nicht nur die Landschaft verändert sich, auch kulinarisch macht sich die Nähe zu Mexiko bemerkbar. McDonald-Filialen verschwinden. An ihrer Stelle tauchen immer mehr Taco Bell – Fast Food Restaurants auf. Die schöne Stadt Sedona, mit Häusern im mexikanischen Baustil liegt malerisch eingebettet zwischen markanten Felsen. Ab Phoenix erleben wir eine gänzlich andere Vegetation. Kakteen säumen den Straßenrand. Voll cool! Wir sind begeistert. Das Thermometer zeigt tagsüber deutlich über 20°C. Endlich ist es an der Zeit, unsere Outfits umzustellen. Schnell verschwinden die langen Hosen in der Tiefe, Shorts und Sommerkleid finden den Weg ans Licht.

 

 Das Organ Pipe Cactus National Monument ist unser nächstes Ziel. Für drei Tage ziehen wir hier am Campground ein. Hier gibt es einige Wandertrails und zwei Gravelroad-Loops. Schnell haben wir uns in die skurrilen Gestalten verliebt. Jeder Kaktus ist ein Unikat. Segura wird der imposante Säulenkaktus genannt. Die für den Park namensgebenden Organ Pipe Kakteen (Orgelpfeifen), die bereits vom Boden aus viele Ausläufer haben, gedeihen gerade hier besonders prächtig.

13./14./15. Februar 2017

#Liebe Mutti ...

... zu deinem Geburtstag wünschen wir dir von Herzen das Allerbeste, Gesundheit und Frohsinn sollen dich weiterhin begleiten.

 

Als Geschenk für dich haben wir die ersten Beiträge vom zweiten Teil unserer spannenden Reise online gestellt.

 

In unseren Herzen und Gedanken bist du bei all' den Erlebnissen dabei gewesen.

 

Wir umarmen und drücken dich fest.

17. Februar 2017

#Viele liebe Grüsse ...

          Katrin & Hans-Jürgen