ausgesetzt!

Von Amerika haben wir bereits viel gesehen. New York allerdings steht noch auf unserer To-Do-Liste. Deshalb nutzen wir auf dem Rückfug nach Mexiko City die Gelegenheit für einen Zwischenstopp in Big Apple. Große Städte befinden sich auf unserer Beliebtheitsskala nicht gerade an erster Stelle. Dennoch sind wir bereit, uns auf diese Mega-Metropole einzulassen.

 

Vor der St. Patricks-Cathedrale spuckt uns das gelbe Taxi aus. Es gibt kein Durchkommen zu unserem Hotel. Der Innenstadtbereich ist großräumig abgesperrt. Die UN(O) tagt. Außer uns sind zur Stunde viele hochrangige Politiker aus aller Welt angereist.

 

Es regnet! „Three blocks this way!“ informiert uns der Taxifahrer und hievt die schweren Rucksäcke aus dem Kofferraum. 86 Dollar kassiert er für die Fahrt zur Rush Hour vom Flughafen Newark nach Manhattan.

 

Es ist bereits dunkel. Die Hochhäuser schrauben sich um uns in den Himmel und glitzern. Überall Autos und Handys mit Menschen. Auch die New Yorker Polizei ist stark vertreten. Sprachlos stehen wir einige Zeit einfach nur da. Vor uns New York und die drei Blocks zum Hotel, hinter uns zwei große Rucksäcke und kleineres Handgepäck. Ein perfekter Start sieht anders aus. Überraschenderweise jedoch sinkt unsere gute Laune keinen Strich nach unten, ganz im Gegenteil, New York ist einfach .... überwältigend schön!

 

Ziemlich erschöpft, aber voller Vorfreude auf die nächsten Tage, erreichen wir unser Hotel in der 51st. Street mitten in Manhattan.

Aufgrund der zentralen Lage, der modernen Ausstattung und des gigantischen "Roof Tops" haben wir uns für das Hotel "pod 51" entschieden.

New York, 19. bis 29. September 2017

Top  of  the  Rock

Ausgeschlafen und gut gelaunt stürzen wir uns am nächsten Morgen ins Getümmel. New Yorker sind Fußgänger, angesichts der vom Verkehr verstopften Straßen verständlich. Zielstrebig und flott marschieren alle die breiten Gehsteige entlang. Es macht den Eindruck als würden sie das rege Treiben vollständig ausblenden. Mit Kopfhörern im Ohr und Smartphone in der Hand plappern sie lautstark, munter und fröhlich vor sich her. Wer hier mit wem telefoniert können wir beim besten Willen nicht ausmachen. Gerne würden wir Schritt halten, der Rhythmus entspricht uns, nur leider wissen wir nicht in welche Richtung. Links?! Okay, versuchen wir’s.

 

Tatsächlich erreichen wir das angesteuerte Ziel, den Rockefeller Center. Die Atmosphäre hier am Boden, aus der Ameisenperspektive, beschwingt. Pausenlos summe ich Frank Sinatras Ohrwurm „New York, New York“ vor mir her. Um uns erstmal einen Überblick zu verschaffen, steuern wir den Ticketverkauf für’s Observationsdeck an. Praktischerweise ist auch der Giftshop hier untergebracht.

 

Wir überarbeiten noch kurz Hans-Jürgen’s Outfit, bevor uns der Elevator in die Höhe katapultiert. Sprachlos vor Staunen und mit einem seeligen Lächeln im Gesicht verbringen wir den ganzen Vormittag am Top of the Rock.

Der Ausblick auf New York aus der Vogelperspektive von der Observationsplattform des Rockefeller-Center hat sich für immer in unseren Erinnerungen verankert. Es war ein besonders intensives Gefühl, immer noch mitten in der Stadt zu sein und durch die Höhe einen großen Abstand zum Geschehen erreicht zu haben. Hektik und Lärm waren fast vollständig verschwunden.

20. September 2017

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Zurück in den Häuserschluchten ... "I want to be a part of it … New York New York …“ wir schlendern weiter.  Es herrscht reges Treiben, doch das nehmen wir irgendwie überhaupt nicht mehr war. Wie die New Yorker machen auch wir unser Ding. 

 

Als nächstes das MoMA. Dieses Museum ist ohne Zweifel der Superstar der modernen Kunstszene. Die hochkarätige Ausstellung zählt zu den Bedeutendsten der Welt. Besonders die Werke von Van Gogh, Monet, Picasso, Andy Warhol und Pollock wollen wir uns anschauen. Auch ein Bild meiner "Freundin" Frida Kahlo finden wir.

Wie alles in Big Apple ist auch dieses Museum groß. Alleine das Gebäude ist höchst sehenswert. Die moderne Architektur begeistert uns.

 

Zwischen 2002 und 2004 wurde das Gebäude unter der Leitung des japanischen Architekten Toshio Taniguchi für 860 Millionen Dollar umgebaut und erweitert. Trotz vieler Besucher ist genügend Platz. Nie fühlt man sich beengt. Im Gegenteil, es gibt viele Oasen die zum Verweilen einladen. Immer mit offenem WiFi und der Möglichkeit zum Aufladen von Smartphones. Problemlos findet man da oder dort ein Plätzchen und will einfach nur in dieser schönen Umgebung bleiben. Besonders überrascht uns die Ruhe in diesen großen Räumen. Wände und Decken scheinen jegliche Geräusche zu verschlucken. Wie hat das Taniguchi nur hinbekommen? Wir kommen nicht hinter dieses Geheimnis. Genial! 

MoMA

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20. September 2017

SUBWAY

Wir wollen mehr von New York. Ein neuer Tag. Die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel. Die nächste von uns anvisierte Sehenswürdigkeit liegt in einem anderen Stadtteil. Um dort hin zu gelangen, muß erst das U-Bahn-Rätsel gelöst werden. Nur ein kleineres Problem für meinen "Mann von Welt“. Um den dortigen Eindruck etwas wiederzugeben, habe ich die einfahrende U-Bahn als Hintergrund gewählt. Diese Location unter der Stadt ist überhaupt eine Welt für sich …

 

Manhattan vorgelagert ... auf einer kleinen Insel ... steht bereits seit 1886 das Wahrzeichen New Yorks. Mit der Fackel in der rechten Hand und dem Gesetzbuch in der Linken blickt die "Mutter der Exilierten" streng übers Meer nach Europa. Sie möchte als Mahnmal verstanden werden für die rigiden sozialen Strukturen der alten Welt.

 

Die Strahlen an ihrer Krone repräsentieren die sieben Weltmeere und Kontinente. Die 25 Fenster der Krone symbolisieren Edelsteine. Freiheit wird durch die zerbrochenen Ketten zu ihren Füßen ausgedrückt. 

 

In den Sockel ist ein Gedicht von Emma Lazarus gemeißelt: 

 

 

"Gib mir deine Müden, deine Armen, deine niedergedrückten Massen, die sich danach sehnen, frei zu atmen, das armselige Strandgut deiner überfüllten Küsten. Sende sie, die Heimatlosen, die vom Sturm Gestoßenen zu mir. Ich erhebe meine Fackel neben dem goldenen Tor!“

 

Der Anblick der Freiheitsstatue, mit diesem Hintergrundwissen, lässt erahnen, was einst Auswanderer der alten Welt empfanden und welche Hoffnungen an ihre Unternehmung geknüpft waren. Ich weiß nicht warum, aber in meinem Kopf sehe ich Szenen aus dem Film Titanic. Ein Schiff voller Erwartungen, das sein Ziel nicht erreichte. Für 1514 Menschen, die sich in eben diese neue Welt aufmachten, endete am 14. April 1912 der Traum von Freiheit. Vielleicht bewegt mich deshalb der Anblick dieser stolzen, überraschend mächtigen Statue so sehr.

 

Blickt man von der Insel in Richtung Manhattan, überwältigt erneut die Skyline dieser einmaligen Metropole.

LADY  LIBERTY

Irgendwie hat diese Skyline eine magische Anziehungskraft. Wir können nicht genug von Hochhäusern bekommen. In keiner anderen Stadt ist uns das je so ergangen. Den besondere Reiz hier macht die Mischung aus alten und neuen Gebäudekomplexen aus. Bereits 1902 wurde mit dem 20stöckigem Flatiron-Building das damals höchste Gebäude der Welt gebaut. Der dreieckige Grundriss erinnert an einen riesigen Schiffsbug oder eben auch an ein großes Bügeleisen (flatiron). Je länger man die Kalkstein-Terrakotta-Fassade betrachtet, desto schöner und komplexer erscheint sie. 1929 standen in New York bereits 199 Hochhäuser mit mehr als 20 Stockwerken.

 

Vielleicht ist das 1931 erbaute Chrysler-Building schöner und das neue One-World-Trade-Center inzwischen höher, der Superstar der New Yorker Skyline allerdings ist und bleibt des berühmte Empire-State-Building. Im Mai 1931 öffnete dieses 447 Meter hohe Gebäude nach nur 410 Tagen Bauzeit seine Pforten. 60.000 Tonnen Stahl, 6400 Fenster und über 30.000 qm Marmor kamen zum Einsatz. In rund 100 Kinofilmen, allen voran King Kong, spielte das Gebäude eine wichtige Rolle.

 

Besonders in diesem Gebäude ist der Charme der damaligen Zeit spürbar.  

 

"... if I can make it there

I'll make it anywhere

it's up to you New York New York …"

 

Der Ausblick von der Aussichtsterrasse über die Stadt nach Süden und Norden flashed uns. Kein Foto kann wiedergeben wie es sich anfühlt, wahrhaftig hier zu stehen.

Empire  State  Building

Freiheitsstatue

One World Trade Center

Flatiron Building

 

Hier in New York haben wir einen ganz besonders schönen Abend unseren ehemaligen Kolleginnen und Kollegen zu verdanken.

 

Zu seinem Abschied aus den aktiven Berufsleben, im Mai 2015, erhielt Hans-Jürgen ein Geschenk der Extraklasse. Wir hatten nicht verschwiegen, dass wir eine große Reise durch Nord- und Südamerika planen. An der Ernsthaftigkeit unseres Vorhabens scheint schon damals niemand gezweifelt zu haben. Die Mitarbeiter überraschten ihn an seinem letzten Arbeitstag, neben einem Bündel US-1-Dollar-Noten, auch noch mit einem üppigen Geschenk-Gutschein für ein fürstliches Menü in Wolfgang’s-Steakhouse in New York. Hans-Jürgen war mehr als gerührt, spiegelte es doch Wertschätzung der Mannschaft gegenüber ihrem scheidenden Chef wieder.

 

Jetzt war es also soweit. Aufgestylt und voller Erwartung erreichen wir die weltbekannte Location in der Park-Avenue. Ein Kellner begleitet uns zum bereits vorbestellten Tisch. Als erstes ordern wir eine ordentliche Flasche Wein und stoßen auf die großzügigen Spender an. Anschließend studieren wir die Speisekarte des Steakhouses. Neben den klassischen Rib eye , Sirloin und Filet Mignon werden auch Porterhouse-Varianten für 2, 3 oder 4 Personen angeboten. Alles dry-aged-gereift. 

Hans-Jürgen entscheidet sich für die Rib-eye-Variante und ich ordere das Filet Mignon. 

Dazu gibt es Countrystyle Potatoes, Gemüse und Spinat. Alles schmeckt köstlich. Die Steaks sind auf den Punkt gebraten, butterzart und einfach köstlich. Kein Zweifel hier versteht man etwas von gutem Fleisch und dessen Zubereitung. 

 

Bei allen Gönnern möchten wir uns auch auf diesem Wege noch einmal herzlichst bedanken. Wir denken oft an euch, seid ihr doch ein großer Teil unseres Lebens.

Etwas beschwipst machen wir uns auf den Rückweg zum Hotel. Sechs Blocks geradeaus, dann fünf Blocks nach rechts und so weiter. Die Strecke hätte durchaus ein Taxi gerechtfertigt, aber wir wollen durch die laue Nacht laufen ... „ New York, New York“ ... und siehe da, … 

 

 

... stoßen wir doch tatsächlich noch auf eine Sehenswürdigkeit, die heute nicht mehr auf dem Programm stand. Die Central Station von New York ...

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DAS   GESCHENK

CENTRAL  STATION

 

An den 11. September 2001 können auch wir uns noch genau erinnern. Geschockt, traurig und voller Mitgefühl verfolgten wir das Geschehen im Fernsehen.

Der Besuch der Gedenkstätte und des 9/11-Memorials lassen die Gefühle von damals erneut aufkommen.

 

Die Terroranschläge haben nicht nur die Architektur New Yorks verändert, auch das Lebensgefühl in der Stadt ist seitdem ein anderes geworden. Eigenschaften wie Zynismus und Oberflächlichkeit sind mehr Ernsthaftigkeit und größerem Interesse für den Nächsten gewichen, berichten Beobachter. Bestimmt ist auch aufgrund dieses Wandels die Neuanlage des Areals sowie des erst 2014 eröffneten Museums so außerordentlich gut und einfühlsam gelungen. 

 

Die sehr weitläufig Anlage ist ein Ort der Stille. Der neue One World Trade Center Tower überragt alles und steht für Hoffnung und Erneuerung. 

 

Das komplette Mahnmal des 9/11-Memorial umfasst 80000 Quadratmeter und ist mit Bäumen bepflanzt. Alle Bäume, 400 an der Zahl, sind Eichen, außer einem. Dieser Birnbaum ist der sog. „Survivor Tree“. Er überstand die Terroranschläge vom 11. September, wurde aber schwer beschädigt. Seine Wurzeln waren zerhackt, seine Rinde verbrannt und viele Äste abgebrochen. Nachdem er entdeckt und aus dem Schutt befreit wurde, pflegte ihn das New York City Department of Parks and Recreation gesund. Nach seiner Genesung wurde er im Jahr 2010 zurück an die Gedenkstätte gepflanzt. Der Survivor Tree ist seitdem ein Ehrenmal für Widerstand und Überleben.

 

Das Zentrum des 9/11-Memorial bilden die „Reflecting Pools“ (Reflexionsbecken). Die Pools befinden sich genau auf den Grundflächen der eingestürzten Twin Towers. Von Ihrem Rand ergießt sich ununterbrochen Wasser, neun Meter hinunter in eine Vertiefung. Der Fluss des Wassers ist sehr symbolisch. Er beginnt als hunderte kleiner Ströme, die sich zu einem großen Strom kollektiver Verwirrung vereinen, und endet mit einer langsamen Reise Richtung Abgrund. Die Becken sind von Bronzeplatten umgeben, auf denen die Namen derjenigen verzeichnet sind, die bei den Anschlägen des 11. September 2001 und beim Bombenanschlag auf das World Trade Center am 26. Februar 1993 umkamen. Diese Reflecting Pools sind nicht nur ein faszinierendes, sondern auch ein sehr ergreifendes Werk.

 

Die unterirdischen Ausstellungsräume des 9/11-Memorial Museums befinden sich direkt unter den beiden Reflecting Pools. Auf besonders ergreifende Art gelingt es hier die fast 3000 Todesopfer aus ihrer Anonymität heraus zu führen. Erinnerungsstücke, in Form von Bildern und Gegenständen sowie Geschichten, erzählt von jenen, die sie am besten kannten, geben den tragisch Verstorbenen Gesicht und Persönlichkeit. Auch viele Werke von Künstlern beschreiben diese Tragödie.

 

Wir haben versucht, die besondere Stimmung und Atmosphäre in unseren Bildern und diesem Video einzufangen.

9/11  MEMORIAL

ONE  WORLD
TRADE  CENTER

Anschließend besuchen wir noch die 2015 eröffnete Aussichtsplattform des neuen One World Trade Centers. Mit einer Höhe von 541 Metern ist dieses Gebäude das höchste New Yorks sowie der ganzen westlichen Hemisphäre. Spektakulär ist der 360 Grad Rundumblick auf die Stadt, den wir an diesem Tag bei Sonnenuntergang erleben können.

O' HARA 's 

In O’Hara's-Pub lassen wir diesen besonderen Tag ausklingen und Revue passieren. Dieses Pup ist eng mit den Ereignissen des 11. September verbunden. Durch die Wucht beim Zusammensturz der Towers wurden alle Fensterscheiben herausgesprengt und ein Großteil der Einrichtung zerstört. Nach 7 Monaten Renovierung öffnete diese Bar wieder und war fortan Anlaufstelle für viele Arbeiter. An die schlimmen Ereignisse erinnern Fotos, Medaillen und Abzeichen der Feuerwehrmänner, die so vielen Menschen an diesem Tag das Leben gerettet haben.

Mittlerweile sind wir richtige U-Bahn-Profis. Wir fahren nicht mehr nur mit Line No. 6 von Nord nach Süd, sondern wir trauen uns auch an die Ost-West-Verbindungslinien heran, die Umsteigen erforderlich machen.

 

Auf diese Weise gelangen wir in den sehr angesagten Stadtteil Chelsea. Hier im Meatpacking-District stehen viele alte Fabrikhallen, die mit Fingerspitzengefühl renoviert wurden. Tolle Geschäfte und moderne Lofts sind entstanden.

 

Wir schlendern durch den bei Gourmets sehr beliebten Chelsea Market, der sich im Gebäude der ehemaligen Oro-Keksfabrik befindet . Im Lobster Place machen wir eine Pause und lassen es uns ziemlich gut gehen. Wir können absolut nachvollziehen, warum  New Yorker gerne in diesen Teil der Stadt ziehen.

 

CHELSEA

Ebenfalls in diesem Stadtteil an Pier 59 schlagen wir ein paar Bälle in Richtung Hudson River. Skurril und einmalig ist diese Driving Range auf 4 Etagen. 

Golf Club

Chelsea Piers

Brooklyn  Bridge

Anschließend fahren wir wieder mit der Subway. Erst von West nach Ost und dann ganz entspannt mit der uns bestens vertrauten Linie 6 Richtung Süden.

 

Die Brooklyn-Bridge ist ein weiteres New Yorker Wahrzeichen. Ein Spaziergang im Sonnenuntergang Richtung Manhattan soll einer der romantischsten Höhepunkte New Yorks sein, und tatsächlich ... es stimmt! 

CENTRAL   PARK

Die beste Aussicht auf den Central Park hat man vom Rockefeller Center. Von diesem Blick konnte ich mich kaum losreißen. Wie ein saftig grüner Teppich, mit scharfen Kanten, liegt er eingebettet zwischen mächtigen, edlen Wohnvillen. Er erstreckt sich von der 59sten bis zur 110ten Straße und ist größer als das Fürstentum Monaco.

 

Ein Appartment am Central Park ist unter einem zweistelligen Millionenbetrag nicht zu bekommen. An der Ostseite ist dies sogar nahezu unmöglich. Hier wohnt das sogenannte "alte Geld“. Damit sind Familien gemeint, die seit mindestens drei Generationen als sehr wohlhabend gelten. An der Westseite etablierte sich das "neue Geld" der Schauspieler, Musiker, Sportler und sonstigen Newcomer. Madonna soll einmal versucht haben, auf der Ostseite ein Appartment zu kaufen. No way! Das alte Geld will auch heute noch unter sich bleiben. 

 

Wir wanderten einen ganzen Tag lang durch die Anlage. Wirklich von der 110ten bis zur 59sten und dabei auch noch kreuz und quer. Es gab viel zu entdecken. Lange standen wir, auch wegen der guten Akustik, in der Unterführung der „Bethesda Terrace“, dem zentralen Platz des Parks und lauschten den Musikern.

 

Vor dem Dakota-Gebäude an der Westseite wurde John Lennon 1980 von einem „irren Fan" erschossen. An seinem Lieblingsplatz im Park hat Yoko Ono ein Denkmal in Form eines Mosaiks mit der Botschaft „Imagine" errichten lassen. Sie wohnt immer noch im dem Haus. Regelmäßig kommt sie hier vorbei und legt Blumen nieder.

Auch das Guggenheim Museum befindet sich an der Ostseite des Parks. Was der Architekt Frank Lloyd Wright hier geschaffen hat, gefällt uns natürlich sehr. Die Ausstellung konnten wir, aufgrund von Bauarbeiten an diesem Tag, leider nicht besuchen.

 

Guggenheim

 

Eine Überfahrt mit dieser Seilbahn zählt noch zu den Geheimtipps. In 80 Meter Höhe schwebt sie über den East River nach Roosevelt Island. Der Ausblick ist anders, spektakulär. 

 

Diese Info haben wir von Steffi und Bernd aus Berlin. Wir lernten uns im Hotel Pod 51 kennen. Auf diesem Weg senden wir euch viele liebe Grüße.

Roosevelt

Tram  Way

10 Tage hatten wir Zeit, diese phantastische Stadt zu erleben. Jede Stunde haben wir genossen. Wir sind sehr viel gelaufen. Es war neu für uns, ausgedehnte Wanderungen nicht nur durch schöne Landschaften, sondern auch durch Häuserschluchten zu machen.

Immer dabei war Frank Sinatra, dessen Hit wir abwechselnd summten. Mit diesem Swing im Ohr erschien uns die Stadt nie hektisch. 

...New York, New York.... du bist wunderschön, wir sind sicher, dass wir uns wieder sehen.