#Am Anfang ankommen

 

Im Laufe des Lebens muss man bekanntlich durch viele Tore gehen. Ein Tor ist für uns etwas Besonderes. Das Tor zum Alaska Highway.

 

Wir erreichen Dawson Creek in British Columbia am 18. Juli 2016. Vor drei Wochen sind wir aufgebrochen und haben uns auf den Weg gemacht. Unser erstes großes Ziel war eben dieses Tor. Wer dieses Tor nordwärts hinter sich lässt, den führt der Highway über etwa 2200 Kilometer nach Alaska.

 

Der Alaska Highway wurde 1942 als sog. „militärische Nachschubstraße“ erbaut, da während des Zweiten Weltkrieges von Seiten der USA eine japanische Invasion vom Norden über Alaska befürchtet wurde. Zwischenzeitlich wurde er mehrfach erweitert, saniert und teilweise verlegt.

 

7200 Kilometer waren es bis zu diesem Tor und die gesamte Strecke hat uns tief beeindruckt. Wir sind im Zeitplan, Alaska ist nah (2200 km) und der Winter noch fern.

#Viel mehr als ein Museum

Fort Nelson ist eine kleine, schmucklose Häusersiedlung entlang des Alaska Highways. Am Ortsende entdecken wir ein kurios wirkendes Anwesen. Kleine Holzhäuser und Unmengen von alten rostigen Fahrzeugen stehen verstreut auf einer kleinen Wiese. Mitten in diesem Sammelsurium entdecken wir ein Schild: „Museum“.

 

Es ist bereits Abend und zum Fotografieren bestes Licht. Ich wandle durch die wahllos platzierten Vehikel und plötzlich steht er da: Marl Brown.

 

Was für eine Begegnung. Ich kann nicht beschreiben, was ich empfand, als ich Marl zwischen all‘ den alten mühsam zusammengetragenen und teilweise restaurierten Sachen sah. Mir war sofort klar, hier bin ich nicht in einem Living Museum, sondern stehe mitten im Leben dieses alten, ganz besonderen Mannes.

 

„How are you?“ „Where are you from?“ fragte er mich, als wir gemeinsam durch eine Garage mit Oldtimern schlendern. Er erzählt, dass er 1957 den Highway hochkam, seitdem in Fort Nelson lebt und hier als Mechaniker arbeitete. Aus seiner Sammelleidenschaft entstand dieses Museum.

 

Ehrfürchtig lausche ich ihm. Am Ende unserer kurzen Unterhaltung fällt es mir schwer zu fragen, ob ich ein Foto von ihm machen darf.

Marl Brown, Curator

Fort Nelson Heritage Museum

#ER fährt ´nen 65-Tonner-Diesel

Auf dem Alaska Highway legen wir mal wieder einen Stopp ein, um uns ein Sandwich zu holen. Plötzlich werden wir angesprochen: „Ist das deiner?“ „In Deutschland bin ich auch MAN gefahren, jetzt fahr‘ ich den Kleinen dort drüben.“ Ich drehe mich um und mir bleibt die Spucke weg. Ein 65-Tonner Kenworth, ein 8-Achser-Tankzug, der Traum eines jeden Truckers … und der Trucker heißt Detlef und kommt aus Altenburg in Thüringen. Vor 10 Jahren hat er Deutschland adé gesagt, ist mit Familie nach Kanada ausgewandert und seitdem sind die Highways im Hohen Norden seine Heimat. Auch die Ice-Road nach Inuvik, der Dempster-Highway, war lange Zeit sein Revier.

 

Ich wollte schon immer mal in so einem Monster sitzen und frage, ob ich mal reinschauen kann. „Na klar, komm‘ rüber“ war die Antwort und so sitze ich wenig später im Cockpit. Ich bin überwältig von der Vielzahl an Anzeigeinstrumenten, Schaltern und Hebeln, dagegen ist unser OTTO ein reines Spaßmobil. Detlef zeigt mir auch seinen Ruhebereich hinter dem Fahrerhaus. Kein Klappbett ist dort zu finden, sondern eine richtige kleine Wohnung mit Schlafgemach und Allem was man braucht „on the road“.

 

Nur kurz war unser Zusammentreffen, aber so herzlich, dass wir uns beim Abschied umarmen und feste drücken. Da Detlef derzeit den Alaska-Highway ständig rauf und runter fährt, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir uns wiedersehen. Mal schauen, … würde mich ganz arg darüber freuen. „Detlef, Gute Fahrt und take care!“

Toad River Lodge

Hinweis: Die Kamera-Assistentin wurde wegen mangelhafter Kameraführung abgemahnt.

Auf der Weiterreise wechseln wir mehrmals die Grenzen und damit auch die Rubriken im Blog. 

 

Chronologisch geht es weiter unter Rubrik:      7 Yukon Territories  #Mit einem Wort phantastisch

 

#Haus am See

 

Gefühlt im Yukon und dennoch in BC (British Columbia) liegt der große Atlin See. Die exponierte Lage zwischen Bergen und Gletschern sowie die Nähe zu Whitehorse machen dieses Gebiet für Auswanderer und Investoren interessant.

 

Auf gut ausgebauter Straße und bei Sonnenschein rollen wir die zweihundert Kilometer von Whitehorse gen Atlin, der gleichnamigen Stadt am See. Die Landschaft wird immer bunter. Seit dem Lake Kluane begleitet uns der Herbst.

 

Vierzig Kilometer vor unserem Ziel überholt uns ein silberner Mercedes ML und winkt uns rechts ran. Erich und Maria, zwei Auswanderer aus Österreich, halten uns für einen Bekannten, der ein ähnliches Fahrzeug fährt und sie vor kurzem besucht hatte. Wir kommen ins Gespräch. Bereits vor fünfzig Jahren ist Erich ausgewandert und hier in Atlin ansässig geworden. Ihm gehört jetzt unter anderem ein drei Kilometer langer Grundstücksstreifen am See.

 

Dieses Grundstück wurde nunmehr in zwölf Lots (Einzelgrundstücke zwischen 6000 und 12000 m²) aufgeteilt, die zum Verkauf  stehen.

 

Wir fahren zum See. Maria zeigt uns alles. Sie wandert mit uns über Stock und Stein, von Grundstück zu Grundstück. Wirklich atemberaubend, Kanadafeeling pur, Einsamkeit in schönster Form. Solche Lagen zum Bebauen gibt es in Europa nicht mehr und auch in Kanada muss dergleichen erst gefunden werden.

 

Erich lädt uns in sein Loghouse ein und Maria zaubert für uns die besten Wienerschnitzel von Nordamerika.

 

Es ist bereits spät, als wir in dieser sternenklaren Nacht in unser Haus auf Rädern, das heute hier am schönen Atlinsee steht, schlüpfen.

Lieber Erich, liebe Maria,

danke für eure große Gastfreundschaft.

Der Atlinsee ist mit 791 km²  etwa 1,5mal so groß wie der Bodensee und damit der größte See in BC.

Er speist sich aus den Gletschern des Südalaska-Küstengebirges und fließt in den Yukonriver ab.

Wieder merken wir, dass es gerade die Österreicher sind, die uns so anziehen. Was ist das? Ist es vielleicht die Tatsache, dass sie – wenn auch schlecht, aber doch – unsere Sprache sprechen.

 

Bereits unsere Hochzeit haben wir in Österreich gefeiert. Zehn Jahre haben wir unsere Winterferien dort verbracht und auch viele Golfbälle in den Schluchten der Berge verloren. Auch auf dieser Reise sind es immer wieder liebenswerte Österreicher, die unsere Wege kreuzen.

 

Bei dieser Gelegenheit, herzliche Grüße an unsere langjährigen Freunde im Lungau: Karin und Manfred in Tamsweg, Annemarie und Peter in Mauterndorf. Grüße auch an Thomas, unseren Mann aus den Bergen sowie … Andreas Gabalier, Falco, Wolfgang Ambros, Reinhard Fendrich. Ebenso an die uns unbekannten Erfinder von Wiener Schnitzel und Kaiserschmarrn und nicht zu vergessen an Leo Hillinger und Josef Zotter.

 

Songtipp: „I am from Austria“, Reinhard Fendrich

Karin und Manfred

# I am from Austria

#Spuren statt Staub

Vom Cassier Highway aus machen wir uns auf den Weg nach Telegraph Creek. Nicht dass es in dem Ort etwas besonderes zu sehen gibt, nein, es ist vielmehr die 112 Kilometer lange Gravel Road, die durch atemberaubend schöne Landschaft führen soll und uns schon deshalb reizt.

 

Die ersten 70 Kilometer sind recht eintönig und es fängt immer wieder an zu regnen. Die Straße ist wegen mehrtägiger Regenfälle aufgeweicht und matschig. In kurzer Zeit ist unser OTTO vom Schlamm paniert. Die letzte Etappe verläuft jedoch auf einer imposanten Serpentinenroute entlang eines Canyon, den der Stikine River geschaffen hat.

 

Telegraph Creek gleicht einer Ghosttown und es gibt keinen Grund, hier länger zu verweilen.

 

Am Nachmittag machen wir uns auf den Rückweg. Das gefährliche Stück der Route liegt bereits hinter uns, als wir mit dem rechten Vorderrad aus der Spur kommen und ins tiefe, matschweiche Bankett abrutschen. OTTO sitzt fest und steht gewaltig schief, was ich an meiner stark tieferliegenden Sitzposition unschwer erkennen kann.

 

Mein Unterbewusstsein schaltet auf Katastrophenmodus. Das bedeutet erstens Gefahrenanalyse, zweitens Fahrer beruhigen und vor übereilten Aktionismus bewahren. In Ruhe muss er überlegen, ob Allrad, Untersetzung und Sperren ausreichen oder zur Vermeidung von Folgeschäden an Kupplung und Getriebe, das „große Besteck“ in Form von Schaufel, Sandblechen und Seilwinde zum Einsatz kommen sollen.

 

Drittens, ganz wichtig, "Klappe halten" und den Fahrer machen lassen.

 

Mit Geduld, Schwung und viel Gefühl schafft es Hans-Jürgen, unsere 10 Tonnen zurück auf den Fahrweg zu bugsieren. Diese Aktion dauerte eine unendlich lange halbe Stunde.

 

Sicherlich noch lange wird die wilde, tiefe, hundert Meter lange Reifenspur im Bankett Vorbeifahrende darüber spekulieren lassen, was sich hier wohl abgespielt hat. Wir hinterlassen Spuren, nicht nur Staub.

30. August 2016

Auf der Weiterreise wechseln wir mehrmals die Grenzen und damit auch die Rubriken im Blog. 

 

Chronologisch geht es weiter unter Rubrik:      8 Alaska   #Abschiedsgeschenk

 

 

Wir machen einen Abstecher in den Yoho NP zu den 254 Meter hohen Takakkaw Falls. 

 

Eine enge Serpentinenstrecke macht großen Campmobilen und Bussen hier zu schaffen. Sie müssen zwei enge Kurven durch abwechselndes Vorwärtsfahren und Zurücksetzen überwinden.

7. September 2016

#Falling down

#Einfach mal auf PAUSE drücken!

 

Wir fühlen uns gehetzt von den vielen Menschen und den dicken Regenwolken in den Rocky Mountains. Am Salmon Arm finden wir den schönen Golfplatz „Shuswap Lake Estates Golfcourse“ und machen zwei Tage Pause. Wir genießen die Ruhe, die herrliche Landschaft und das gute Essen im gemütlichen Clubhaus. Warum wir noch Tage später mit einem Lächeln und Kopfschütteln über dieses Golfresort sprechen, lest ihr

 

                         unter der Rubrik Golfplätze.

zum Golfplatz

Vancouver Island

vom 12.- 26 Septemer 2016

#GRÜN

Auf Vancouver Island gibt es letzte Regenwaldbestände. Die Rot-Zedern und Douglasien erreichen gigantische Ausmaße und sind bis zu 800 Jahre alt. Wanderwege auf Holzstegen durchziehen diese Landschaften. Bereits nach wenigen Metern wird man vom üppigen Grün verschlungen. Ein dichter mehrschichtiger Schirm aus bemoosten Ästen und Blättern verdecken den Himmel. Nur wenige Sonnenstrahlen erreichen den Boden. Die Luft ist feucht, es riecht nach dunkler, nasser Erde. Die Größenverhältnisse bringen die Wahrnehmung durcheinander. Aus der Perspektive eines Kleinkindes nimmt man diese geheimnisvolle, verspielte Umgebung wahr.

#orcas

Wir fahren in den Norden der Insel. Der Verkehr lässt deutlich nach. Nur wenige Wohnmobile sind noch unterwegs. Die Saison geht zu Ende. Unser Ziel ist der winzige Ort Telegraph Cove. Die Whale-Watching-Touren der Agentur Stupps wurden uns mehrfach, auch von Einheimischen, empfohlen. Die Landschaft gefällt uns sehr. Die Straße schlängelt sich durch steile, bewaldete Hügel, die von dünnen Nebelschwaden durchzogen werden.

 

Telegraph Cove ist ein herrlicher Ort. Die etwa zwanzig bunten Holzhäuser, mit Café, Bar, Restaurant und Touranbietern, stehen auf Stelzen und umschließen zur Landseite den kleinen Hafen. Der Szene-Treff ist das Killer-Whale-Café.

 

Hier stechen wir  mit einem erfahrenen Captain und zwei jungen Biologinnen in See. Wie fast täglich in diesem Sommer kommen auch hier die Thermostrumpfhosen wieder zum Einsatz. Sämtliche Foto-Akkus sind aufgeladen und die Objektive geputzt. Unsere Erwartungshaltung ist hoch. Schon der Gedanke, Orcas im pazifischen Ozean beobachten zu können, macht Gänsehaut.

 

Insgesamt sind circa 30 Personen auf dem Boot. Sie kommen aus allen Herren Ländern. Darunter Spanier und Holländer, Italiener und Isländer. Auch Australier, die keine Minute ohne Kartoffelchips auskommen, sind mit  an Bord.  Am nervigsten ist ein Typ aus England. Bereits im Hafen sprang er mit seinem 600er Teleobjektiv im 30-Sekunden-Takt von steuerbord nach backbord. Während der Fahrt wird er mehrmals auf seinem Handy angerufen. Immer wenn ich Orcas filme, ertönt im Hintergrund das Glockenspiel von Big Ben, das ich dann im Originalton mit auf dem Video habe. Sorry, aber da ist mir der Kragen geplatzt. Der Typ schaltet auf Fototouren zukünftig sein Handy aus. Schade, dass ich dieses Schauspiel nicht gefilmt habe. 

 

Die Sonne leckt die letzten Wolkenschwaden vom Wasser und wir gleiten durch die schöne Inselwelt. Das Wasser ist hier sehr tief. Die Spannung steigt als die erste Finne eines Orcas aus dem Wasser ragt. Es war nicht einfach, unseren selbstgestellten fotografischen Ansprüchen gerecht zu werden und wir sind mit unserer Ausbeute auch nicht wirklich zufrieden. Das Erlebnis Orcas in freier Wildbahn zu beobachten war jedoch grandios und unvergeßlich.

 

www.stupps-island.com

Vancouver Island

#Outdoor-Galerie

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Auf dem Weg in den Süden von Vancouver Island machen wir an zwei Golfplätzen halt.

(siehe Rubrik Golfplätze)

Vancouver Island

zu den Golfplätzen

Vancouver Island

#Open Air Gallery

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Zweiundvierzig Murales schmücken die Häuserwände der Stadt Chemainus. Eine Idee um vorbeifahrende Touristen zu einem kleinen Umweg zu bewegen. Wir finden dieses Engagement und die dafür notwendige Zusammenarbeit der Einwohner gelungen und sehenswert.

 

www.chemainus.com

#Victoria

Unser Stellplatz in Victoria ist wunderbar ruhig. Wir stehen direkt am Hafen gegenüber von Downtown zwischen Segelschiffen und Hausbooten. Es gibt einen malerischen Fußweg entlang der Küste in die Innenstadt. Wir verbringen hier drei schöne Tage, schlendern durch die Straßen, gehen einkaufen und lassen uns beim besten Friseur der City die Haare schneiden. Auch OTTO erhält hier ein Facelift. Alles wird sauber gemacht. Vorhänge und Bettwäsche werden gewaschen, Schränke um- und ausgeräumt. Wir schaffen wieder mehr Ordnung und Platz. Die Freude steigt mit jedem Tag, wir können es kaum erwarten … LEO kommt bald!

Wer ist LEO ?????????????????????????? 

 
 
 

#…     so fühlt sich Sehnsucht an

Mit der Fähre erreichen wir wieder das Festland südlich von Vancouver. Am liebsten würden wir gleich zum Flughafen fahren, aber es ist erst Dienstag. Leo kommt aber erst am kommenden Sonntag.

 

Um uns die Wartezeit etwas zu verkürzen fahren wir gen Osten nach Hope. Wie, ihr kennt Hope nicht? Hier wurde 1981 Rambo 1 (First Blood) gedreht.

Auf der Rambo Site Tour ziehen wir durch die 

Straßen des kleinen Ortes und versuchen uns an Scenen aus dem Film zu erinnern.

Donnerstag und Freitag spielt Hans-Jürgen hier Golf während ich diese Einträge bearbeite.

Morgen, Samstag, fahren wir endlich nach Vancouver.

 

Bis dann am Sonntag um 16:55 Uhr die Lufthansamaschine einschwebt, werden wir dort in den Himmel schauen und auf unseren LEO warten.

 

Lou, mit dem ich in Hope eine wunderbare Golfrunde gespielt habe, und seine Frau Wendy laden uns zum Abendessen ein. Im Kibo, einem kleinen feinen japanischen Restaurant lernen wir wieder einmal die herzliche kanadische Gastfreundschaft kennen.

Thank you very much for this wonderful evening. Greetings to Hope and to Wendy and Lou.

 

#HAPPY HOUR

Irgendwann ist es dann doch tatsächlich Sonntag geworden.  Über die App verfolgen wir den Flug LH 476. In Vancouver ist es 11 Uhr und Leo schwebt gerade über Grönland. Es stellt sich allerdings die Frage, wie wir das mit dem Abholen machen. Zum Flughafen, der auf einer vorgelagerten Halbinsel von Vancouver liegt, haben wir vom Campingplatz aus nur 20 Kilometer. Um dorthin zu gelangen müssen wir direkt durch Downtown und im Reiseführer wird ausdrücklich davor gewarnt, diese vielbefahrene Route zu wählen. Ich schlage deshalb vor, mit dem Skytrain oder dem Taxi zu fahren. Für Hans-Jürgen jedoch sind öffentliche Verkehrsmittel keine Alternative. „Wo der Bierlaster hinkommt, kommen wir mit OTTO auch hin“, sagt er immer und außerdem reist Leo mit Golfgepäck an. Damit sind meine Alternativvorschläge abgelehnt.

 

Durch all die Diskutiererei ist es mittlerweile 15:30 Uhr geworden und LH 476 landet in 90 Minuten. Ich kann es nicht glauben. Wenn jetzt in der City viel Verkehr ist, kommen wir tatsächlich noch zu spät.

 

Ich bin leicht sauer und spreche nix mehr. Was sollte ich auch sagen? „Na siehst du, ich hatte Recht“ oder „Jetzt kommen wir auch noch zu spät und der arme Junge steht alleine am Flughafen“. Dies ist Hans-Jürgen allerdings ganz recht, denn es ist richtig viel los auf den Straßen durch die City und er muss sich konzentrieren.

 

Für die 20 Kilometer zum Flughafen brauchen wir auch tatsächlich zwei Stunden. Am Parkplatz erreicht uns von Leo die Nachricht über WhatsApp „Bin gelandet, brauche noch Gepäck“.

 

YES! Wir schaffen es. 

 

Die Fahrt über die Lionsgate-Bridge und durch die Hochhäuser von Downtown war phänominal und auch die Rückfahrt auf dieser Strecke war genau das Richtige, um Leo auf die bevorstehende Zeit einzustimmen.

OK! Hans-Jürgen hatte absolut Recht, mit OTTO durch Downtown, einfach Weltklasse.

02. Oktober 2016

Auf der Weiterreise wechseln wir mehrmals  die Rubriken im Blog. 

 

Chronologisch geht es weiter unter Rubrik:      9  Vancouver bis Las Vegas